Höhere Bildung in Deutschland

Hochschule Heidelberg

Nach der Forschungsarbeit kommt die Diskussion über akademische Exzellenz: Deutsche Hochschulen stehen immer wieder in den Schlagzeilen, wenn es um die besten Universitäten des Landes geht. Dass sich nicht alle Fakultäten mit dem begehrten Prädikat rühmen können, ist keinesfalls eine Katastrophe für den deutschen Bildungsstandard. Ganz im Gegenteil: Abseits starrer Kriterien verbergen sich Vor- und Nachteile ganz unterschiedlicher Natur.

Nach der Schule steht man mit seinem Abitur vor einer schwierigen Entscheidung. Die Hochschulreife führt wahlweise zur Fachhochschule oder an die Universität. Befürworter der ersten Variante nennen die praxisnahe Ausbildung als Hauptvorteil, Freunde der klassischen Hochschule wollen sich auf die Forschung konzentrieren. Je nach Modell der Institution gelangen nur mit einem Fachabitur ausreichend qualifizierte Bewerber an die Fachhochschule. Doch auch die Universitäten haben eigene Ansprüche, abhängig vom Studiengang und oft auf die Durchschnittsnote der Bewerber ausgerichtet.

Ist der Studienplatz gesichert, müssen angehende Studenten dann nicht selten einen Ortswechsel in Kauf nehmen. Viele Immatrikulationen erfolgen fern des Elternhauses und setzen zwangsläufig einen Umzug voraus. Hat man jedoch erst einmal die Chance, deutsche Hochschulen wie die Freie Universität Berlin und die Technische Universität München zu besuchen, ist im Sinne eines guten Universitätsabschlusses jede Reise wert.

Doch was heißt das nun eigentlich, "gut"? Neben dem Lehrangebot und zusätzlichen Einrichtungen zählen zum klassischen Hochschulranking auch Kriterien, die nicht direkt mit der Qualität von Lehrveranstaltungen und Freizeitprogrammen der jeweiligen Hochschule in Verbindung stehen. So gilt die Zahl wissenschaftlicher Publikationen einer Universität als wichtiger Indikator für den Ruf der Institution und fließt mit in die Bewertung ein. Auch die Anzahl ausländischer Studenten wird mitunter als Referenzwert genannt. Von einer etwaigen Auszeichnung selbst profitieren deutsche Hochschulen und ihre Studentenschaft dann in erster Linie durch Fördergelder.

Bringen diese nicht mehr den gewünschten Erfolg, gelangen Studenten und Professoren zu einer der meistdiskutierten Bildungsfragen des Landes: Studiengebühren an öffentlichen Universitäten, so die Theorie, kompensieren die administrativen Kosten von Lehre und Forschung. Ob das zusätzliche Budget im Bildungswesen allerdings auch unerlaubt für andere Zwecke verwendet wird, werden die Zukunft und Medienberichte zeigen.

Leider wird auch an deutschen Hochschulen sehr viel Wert auf modische Kleidung gelegt. Da sich diese aber viele Studenten nicht leisten können ist der Statusfaktor Mode hier nicht mehr ganz so wichtig. Jedoch sollte hier dennoch auf ein gepflegtes Äußeres geachtet werden. Übergewichtige Menschen haben es hier weit schwieriger beispielsweise Umstandsmode Jacken zu finden. Diese werden in der Regel nur in speziellen Umstandsmode Fachgeschäften verkauft, welche nicht in jeder Stadt vertreten sind.

Schuld an den introjizierten Schönheitsidealen sind meist die Medien. So wird uns schon in der Werbung suggeriert, dass Schönheit ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft ist und viele Produkte dabei helfen schöner zu werden. In Amerika ist schon heute eine künstliche Brustvergrößerung nichts ungewöhnliches mehr. Da wir uns mehr und mehr auf diesen Standard zu bewegen, sollte sich jeder Einzelne Gedanken über diese Medienmanipulation machen.